Was meinen Sie dazu?
So lautete meine Umfrage,
an der in der ersten Julihälfte 2009
in der Region Osnabrück 300 per Zufall ausgesuchte Personen
teilgenommen haben.
Vor Abgabe der Antwort
wurden keine Diskussionen geführt,
allenfalls Fragen zum Verständnis geklärt.
6 Antwort-Optionen (siehe Ergebnisse im Detail)
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Zusammenfassung Erhebung: Befragt wurden 300 Personen in den Einkaufsbereichen der Region Osnabrück in der ersten Julihälfte 2009. Männliche Teilnehmer: 161 Altersverteilung: Die Auswahl erfolgte per Zufall durch persönliche Ansprache. Vor Befragung wurde lediglich bekanntgegeben, dass es sich um eine "politische Umfrage" handelt, nicht jedoch der genaue Wortlaut der Frage. Rückfragen zur Bedeutung der Fragestellung wurden im Einzelfall geklärt (es wurde des öfteren nachgefragt, ob das wörtlich gemeint sei, oder ob sich etwa eine neue Gruppierung mit diesem Namen schmückt). In der Diagrammdarstellung sind die angegebenen Prozentzahlen gerundet und ergeben im Einzelfall wegen der verschiedenen Teilnehmerzahl (m: 161 / w: 139) in der Summe nicht immer genau 100 Prozent. Fragestellung: "Stellen Sie sich vor, Sie
würden zur Wahl gehen Dazu die folgenden Antwortoptionen: Weitere Angaben: Geschlecht und Alter. Einflussfaktoren: Am letzten Befragungstag, dem 18.07.09, zeigte sich deutlich der Unmut der Befragten über das Auseinanderbrechen der Koalition in Schleswig-Holstein. An diesem Tag befragte ich überwiegend Menschen von 36 Jahren an aufwärts, die bis dahin vergleichsweise "leicht negativ" tendierten. Durch die Ereignisse in Schleswig-Holstein war die Stimmung an diesem Tag jedoch eindeutig spürbar "positiv" gekippt. Dies beeinflusste das Ergebnis der Umfrage sicher um einige Prozent. Dem steht auf der anderen Seite gegenüber, dass viele Menschen, die zunächst die Antwortoption "finde ich eher nicht gut" wählten, nach einem anschließenden klärenden Gespräch einen neuen Blick auf die Problematik gewannen und sagten, dass sie es dann doch gut fänden. Auch dies beeinflusste das Ergebnis um einige Prozent, wahrscheinlich sogar mehr als der oben genannte Einfluss durch die Schleswig-Holstein-Ereignisse. Ergebnis: Die Umfrage zeigt auf den ersten Blick eine klare
Polarisierung: In der Unterscheidung männlich/weiblich zeigt sich auf der Seite der Ablehnung ein deutlich stärkerer männlicher Anteil (m = 44,1% / w = 37,4%), dem ein deutlich stärkerer weiblicher Anteil bei den Enthaltungen gegenübersteht (m = 11,2% /w = 19,4%). Der Grad der Zustimmung ist bei beiden nahezu identisch. Die Differenzierung gemäß der 6 Antwortoptionen zeigt deutlich, dass die Form der Zustimmung überwiegend "moderat" gewählt wurde: "finde ich eher gut" (25%) - während die Form der Ablehnung überwiegend "mit Nachdruck" gewählt wurde: "finde ich ganz klar nicht gut" (25%). Die auf die Enthaltung entfallenden 15% zeigen
deutlich, dass der Anteil der "politisch Uninteressierten"
sehr gering ist: 10,7% geben an, dass sie politisch interessiert sind,
aber weder ja noch nein dazu sagen können - dem stehen nur 4,3%
gegenüber, die von sich sagen, dass sie Politik nicht interessiert Weitere Differenzierung der Ergebnisse in männlich/weiblich zeigt folgendes: Zustimmung: Enthaltung: Ablehnung: Differenzierung nach Altergruppen: 18 - 25 Jahre: 26 - 35 Jahre: 36 -50 Jahre: über 50 Jahre: Weitere Bemerkungen: Während der Befragung fiel mir auf, dass viele
Menschen zunächst "keine Zeit" hatten. Bei Sichtung der
Frage überlegten sie aber doch 5 Minuten hin und her, was sie darauf
antworten sollten, und sie bestätigten mir ausdrücklich, dass
dies wirklich eine gute Frage sei, über die sich zu diskutieren
lohne. Dies betrifft ausdrücklich auch diejenigen, die mit der
Option "finde ich eher nicht gut" geantwortet haben. - © Andreas Freier, Mettingen 2009 |