Es gibt ein ganz simples, geradezu stumpfes Wahrscheinlichkeitsprinzip: eine Aufteilung einer Gruppe in drei gleiche Drittel.
Nehmen wir die Nichtwähler der aktuellen Bundestagswahl, das sind 28 Prozent, sagen wir mal einfach 30 Prozent.
Davon wird ein Drittel (also 10%) NIEMALS zur Wahl gehen, vielleicht nicht mal, wenn's Freibier gäbe.
Davon wird jedoch das Drittel "am anderen Ende" genau dann zur Wahl gehen, wenn man ihm endlich eine adäquate Wahloption anbietet - das bedeutet 10 Prozent mehr Wähler und hätte der Bundestagswahl statt 72% Wahlbeteiligung locker über 80% gebracht.
Davon wird schließlich das Drittel "zwischen den beiden" je nach Stimmungslage (gute Laune / schlechte Laune / heute motiviert, schönes Wetter, irgendwelche aktuellen Gründe halt) so ungefähr "halbe/halbe" auf das Angebot der neuen Option einsteigen oder es lassen.
Das sind Wahrscheinlichkeitsprinzipien, die man in allen gesellschaftlichen Bereichen wiederfindet und die meistens in den genannten Größenordnungen stattfinden.
Es könnten also zu den "sicheren" 10 Prozent noch "unsichere" 5 Prozent hinzukommen. Und außerdem würden - nach demselben Wahrscheinlichkeitsprinzip - von denjenigen, die bisher immer einer PARTEI die Stimme gegeben haben, einige zur Option "Keine Partei" wechseln, und zwar nicht ganz wenige.
Summa summarum läge das (theoretische) Potenzial dieser Option bei 10 + 5 + (...) Prozent, vermutlich locker über 20 Prozent. So viel haben FDP / Linke / Grüne nicht!
